Projektbeschreibung

Mt. Everest

ewige Faszination - magische Begegnung - am Dach der Welt - in Nepal

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ABER…

  • mangelnde medizinische Versorgung
  • unzureichende Hygiene
  • geringe Schulbildung
  • fehlende Infrastruktur
  • verarmte Bevölkerung

… AUCH DAS IST NEPAL!

Namasté - Herzlich Willkommen

Mit diesem nepalesischen Gruß möchten wir Sie einladen, ein in vieler Hinsicht ungewöhnliches Hilfsprojekt von den Anfängen bis zum heutigen Stand kennen zu lernen.

Ungewöhnlich ist schon der Beginn. Ein Notfall war der Anlass. Wir, Ursula und Horst Schmel, seit vielen Jahren begeisterte Nepal-Wanderer aus Gilching bei München, waren 1996 wieder einmal im Himalaya unterwegs als es passierte: In fast 6000 m Höhe wurde Ursula höhenkrank und geriet in eine lebensbedrohliche Situation. Ohne den selbstlosen, gefahrvollen Einsatz zweier Sherpas, die Ursula noch in der Nacht in tiefere Lagen trugen, hätte sie nicht überlebt.

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Ursula Schmel und ihre beiden Retter

Aus tiefer Dankbarkeit heraus erwuchs die Idee, für das Dorf Bolde, aus dem die beiden Nothelfer stammen, „etwas Besonderes“ zu tun. Dafür konnten wir sofort unsere Freunde Gisela und Charlie Haberkorn, Rosi und Sepp Friedl, Erna Scheuermann und Klaus Schuler gewinnen, die gleich uns, aufgrund ganz persönlicher Erlebnisse während vieler Nepalreisen mit uns zusammen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation unserer nepalesischen Freunde leisten wollten.
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Bolde, ein typisches Bergdorf – eine Streusiedlung - an den Hängen der Sun Khosi Schlucht, ca. 80 km östlich von Kathmandu, liegt tief eingebettet in eine grandiose Landschaft, die sich vom Talboden (600 m) bis hinauf zum Kamm (2000 m) der Vorgebirgskette des Himalaya erstreckt.

Etwa 20.000 Menschen leben in diesem Gebiet. Das Fehlen von Strom, Telefon und Verkehrslärm (die nächste mit normalem Pkw ganzjährig befahrbare Straße ist 8 Stunden Fußmarsch entfernt) und die überaus freundlichen, heiteren und tief religiösen Mensche lassen Bolde als kleines Paradies erscheinen.

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Und hier beginnt die Geschichte unserer Nepalhilfe, denn das Paradies Bolde 1996 hat auch eine Kehrseite – die Lebensbedingungen der Bevölkerung waren alles andere als paradisisch:

  • Keinerlei medizinische Versorgung – die Menschen sind oft an Kleinigkeiten gestorben, keine sanitären Einrichtungen; katastrophale hygienische Verhältnisse.

  • Erschreckend hohe Analphabetenrate, unzureichende und einseitige Ernährung, da der landwirtschaftliche Ertrag zu gering ist,
 
  • Familienväter sorgen als Träger bei Trekkingorganisationen für den kargen Lebensunterhalt der Familie; deshalb müssen die Kinder bei der Feldarbeit mithelfen und können keine Schule besuchen,
 
  • Offene Feuerstellen im Haus, dadurch viele Lungen- und Augenerkrankungen, sowie schwerste Verbrennungen.

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Folge all‘ dieser Gegebenheiten: extrem hohe Kindersterblichkeit (jedes dritte Kind erreicht das 18. Lebensjahr nicht), die allgemeine durchschnittliche Lebenserwartung liegt unter 50 Jahren.

Als erste und vordringliche Aufgabe erschien uns der Bau einer Krankenstation. Das Motto sollte sein „Hilfe zur Selbsthilfe“, denn uns war klar, dass ein solches Projekt nur Bestand haben konnte, wenn einheimische Kräfte es mittragen und dann auch weiterführen würden. Wir nannten uns Bolde Freunde.

Tatsächlich hatten wir das außergewöhnliche Glück, in Nepal großartige Partner sowohl für den medizinischen, als auch für den organisatorischen Teil unseres Vorhabens zu finden:

Dr. Ram Shrestha – Direktor des Dhulikhel Krankenhauses, nepalesischer Arzt mit Studium und Tätigkeit über 15 Jahre in Österreich – hatte 1996 mit Hilfe österreichischer Freunde in seinem Heimatort Dhulikhel ein Krankenhaus eröffnet, das ohne Gewinnabsicht arbeitet. (Inzwischen ist seine Klinik Lehrkrankenhaus der Kathmandu Universität). In konnten wir von unsrem Vorhaben überzeugen und ihn dafür gewinnen, dass er mit seinem medizinisch geschulten Personal des „Mutterkrankenhauses“ die zu errichtende Krankenstation in Bolde als „Außenstation“ betreut.

Tilak Lama, ein langjähriger Freund, der aus Bolde stammt, in Kathmandu studiert hat und dort lebt, kümmert sich aus Dankbarkeit zu seinem Heimatdorf (erster „Studierter“ im Bolde-Gebiet) um viele wichtige Belange des Dorfes und ist für unsere Namaste-Stiftung als Mann vor Ort unersetzlich und die ideale Schaltstelle zwischen unseren Vorstellungen, den Vorstellungen des "Mutterkrankenhauses“ und den Interessen des Dorfes.

Die Voraussetzung für die Errichtung der Krankenstation Bolde waren also gegeben und dann ging‘s in einem beispielhaften deutsch-nepalesischen Zusammenspiel Schlag auf Schlag:

  • Weihnachten 1998:
    Eröffnung einer provisorischen Krankenstation in einem umfunktionierten Stall

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Die provisorische Krankenstation

 

Erste Behandlung in der
provisorischen Krankenstation


  • Oktober 1999:
    Feierliche Grundsteinlegung der neuen Krankenstation.

  • Oktober 2000: Einweihung des Erdgeschosses der Krankenstation. Ab sofort muss niemand mehr in Bolde und Umgebung an einer Kleinigkeit sterben!

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Feierliche
Grundsteinlegung

 

Die Einweihung der
Krankenstation in Bolde


  • August 2001:
    Gründung der Namaste-Stiftung

  • November 2001: Fertigstellung des Baus – Obergeschoss und Außenanlagen – sowie Anbringung einer Solaranlage auf dem Dach zur unabhängigen Stromgewinnung und Funkverbindung zum "Mutterkrankenhaus"

  • 2001: Aufnahme von Hannelore Weber in den Stiftungsvorstand

  • August 2002: Fertigstellung einer Hängebrücke über den Sun Khosi Fluss

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Die Solaranlage der
Krankenstation in Bolde

 

Die Hängebrücke über
den Sun Khosi Fluss


  • November 2002:
    Einweihung eines von der Namaste-Stiftung finanzierten Bettentrakts (Anbau) im "Mutterkrankenhaus" in Dhulikhel. Für Mittellose ist ab sofort die Behandlung sowohl im "Mutterkrankenhaus" Dhulikhel als auch in der Krankenstation Bolde kostenlos durch den von uns geschaffenen Hifsfonds in Höhe von jährlich € 100.000,--.

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Anbau Bettentrakt am "Mutterkrankenhaus" Dhulikhel


  • März 2004:
    Tod des Stiftungsmitgliedes Hannelore Weber

  • Herbst 2004: Grundsteinlegung eines Kinderkrankenhauses in Dhulikhel

  • 2005: Aufnahme von Susi Cremer in den Stiftungsvorstand („infiziert“ durch zwei Nepalaufenthalte)
  • Oktober 2005: Tod unseres Gründungsmitgliedes Charlie Haberkorn
  • Oktober 2006: Einweihung des von der Namaste-Stiftung finanzierten Kinderkrankenhauses
  • 2008: Aufnahme von Cornelia Sir in den Stiftungsvorstand

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Das "Mutterkrankenhaus" Dhulikhel mit dem durch die Namaste Stiftung
finanzierten Kinderkrankenhaus im Vordergrund

Das wir dies alles in – für Entwicklungsländer – kurzer Zeit schaffen konnten, verdanken wir wieder dem Glück, dass durch Mundpropaganda und engagierte Berichterstattung in Presse und Fernsehen aus unserer kleinen Keimzelle ein großer Freundes-Hilfskreis gewachsen ist, und nur durch diese unglaubliche Hilfe war es überhaupt möglich, die immer wieder neu gesetzten Ziele zu erreichen.

Der Zusammenschluss der Bolde Freunde zur Namaste-Stiftung hat den ausschließlichen Zweck, den großherzigen Spendern für Ihre Hilfe Spendenquittungen ausstellen zu können. Darüber ist in der Stiftungssatzung festgelegt, dass sämtliche finanzielle Mittel zu 100% für die Ärmsten der Armen nach Nepal gehen und die Stiftung sich verpflichtet, die Kosten für die Verwaltung minimal zu halten.

Wir die Mitglieder der Namaste-Stiftung sind in erster Linie Bolde Freunde. Wir möchten die Lebensbedingungen der Bewohner in Bolde und der Region über Generationen verbessern durch Maßnahmen wie:

  • - Bau von Wassertanks in allen Schulen,

  • - Anbau neuer Agrarprodukte wie Zitrusfrüchte

  • - Einrichtung umweltschonender Kochstellen mit niedriger Rauchentwicklung und geringerem Verbrauch an Brennmaterial,

  • - Bau von Toiletten

  • - Beratung und Hilfe zur Familienplanung gehören außerdem zu unseren großen Anliegen.

Wir Bolde Freunde fühlen uns aber auch zuständig für das "Mutterkrankenhaus" in Dhulikhel mit einem Einzugsgebiet von ca. 2 Millionen Menschen – ca. 700.000 Kinder. Das langfristigste Projekt und mit das wichtigste unserer Stiftungsarbeit ist der Hilfsfonds sowohl für das "Mutterkrankenhaus" als auch für die Bolde Krankenstation. Er gewährleistet, dass niemand, der medizinische Hilfe benötigt, abgewiesen werden muss. Wer arm ist und kein Geld hat geht, wenn überhaupt, meist zu spät zum Arzt oder ins Krankenhaus. Das gilt vor allem für die Kinder. In Nepal zählen sowieso nur Jungen, die einmal die Eltern im Alter versorgen. Dieser Hilfsfonds ist besonders wichtig für Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt, das durch die politischen Entwicklungen der letzten Jahre zusätzlich verarmt ist – aber Gott sei Dank mit Hoffnung auf eine politische Wendung zum Positiven.

picture14_266 Die Bolde Krankenstation

Wir sind zuversichtlich, dass wir mit all unseren Freunden und Gönnern weiter auf dem bisher so erfolgreichen Weg (für unsere Nepali) gehen können. Es ist unglaublich, was dank des Einfallsreichtums und der Hilfsbereitschaft so vieler Menschen in nur 10 Jahren geschaffen werden konnte und das ermutigt uns, so weiterzumachen. Für jede Spende, ob klein oder groß, für jeden Rat und jede Tat sind wir von Herzen dankbar und wir heißen jeden willkommen, der uns – in welcher Form auch immer – unterstützen möchte.