Benefiz Radtour 2016

Von Heinzelmännchen.
Mit Unterstützung von Michael Sigmund
und den "Record jour fix" 2016 Benefiz Radtour
 
Strampeln für einen guten Zweck
 
Strampeln für einen guten Zweck
Spenden aber wie? Diese Fragen stellen sich Menschen, die gerne mit anderen etwas
Geld teilen, immer wieder. Die einen treffen sich zum Kartenspielen und spenden ihre
Gewinn-Groschen, die anderen sammeln ihre Kleinmünzen um sie, oft aufgerundet, an
Weihnachten gemeinnützig einzusetzen. Und wieder andere strampeln sich im wahrsten
Sinne des Wortes ab, um etwas Gutes zu tun. Wie des Rennrad Team Record Jour Fixe.
Die sieben radbegeisterten Germeringer haben in nur einem Tag die 430-Kilometer-
Strecke Germering – Lignano bewältigt. Allerdings nicht nur aus Spaß an der Freud‘,
sondern für einen guten Zweck, wie der Münchner Merkur berichtete. (Siehe Foto)
 
 
Merkur bild
 
 
 
Nach 20 Radlstunden
Nach 20 Radlstunden glücklich das Ziel erreicht (von links)
Michael Sigmund, Josef Hausner, Erwin Hausner, Sebastian Beichele, Bernhard Keppler, Arnd Große-Frintrop und Charly Baumann

 

Von Heinzelmännchen.

Mit Unterstützung von

Michael Sigmund


 

Benefiz Radtour

Von Heinzelmännchen.
Mit Unterstützung von Michael Sigmund
und den "Record jour fix"
 
Start Gruppenfoto

 

Am Anfang unserer Radtour stand zunächst die reine Neugier, ob es machbar ist an einem Tag mit dem Fahrrad eine so weite Strecke zurück zu legen. Inzwischen ist es der Spaß an der Sache geworden, der uns antreibt. Seit 2008 fährt unser Trupp aus Hobby-Rennradfahrern, die sich Team "Record Jour Fixe" nennen, einmal im Jahr an einem Tag von Germering an den Gardasee. Inzwischen ist der Radl-Event zu einem "Jour Fixe" im Jahreskalender geworden und jeder versucht den Termin möglich zu machen. Vor drei Jahren ist die Idee entstanden unseren Radl-Event mit einem wohltätigen Zweck zu verbinden und mit der Hilfe von Sponsoren Spenden zu sammeln, was uns mittlerweile gelungen ist. Mit den gesammelten Spenden unterstützen wir die Arbeit der Namaste Stiftung in Nepal. In den letzten beiden Jahren ist es uns gelungen, bereits vier Firmen dazu zu bewegen unsere Radtour und somit den wohltätigen Zweck zu unterstützen und so einen kleinen Beitrag zur Linderung der Not nach der Erdbebenkatastrophe in Nepal leisten zu können. Jeder der Sponsoren spendet 30 Cent pro gefahrenen Kilometer und Teilnehmer.

In diesem Jahr ging's am Donnerstag den 25. Juni um 2:30 Uhr los. In den vorangehenden Tagen war das brisanteste Thema das zu erwartende Wetter - und danach das Minimieren der Ausrüstung. Da werden dann schon mal Badeschlappen abgewogen, um die leichtesten mitzunehmen - denn jeder muss alles, was er unterwegs benötigt, selbst mitführen. Den Luxus eines Begleitfahrzeugs gibt es nicht. Das frühe Aufstehen ist kein Problem, denn Freude und Aufregung verhindern sowieso einen tiefen Schlaf. Da um diese Uhrzeit noch kaum Verkehr auf den Straßen herrscht, können wir mit den Rennrädern auch die Haupstrassen entlang fahren und kommen so schnell voran. Durch das nachtkalte Isartal geht es über Bad Tölz nach Lenggries und weiter zum Sylvensteinspeicher. Den Sonnenaufgang erleben wir vor Bad Tölz. Hier können wir die Beleuchtung ausschalten und nun ist auch die kälteste Zeit vorüber. Nach unserer ersten kurzen Brotzeitpause am Achensee - die ersten 100km sind geschafft - bläst der Wind aus Süden schon deutlich gegen die Fahrtrichtung. Der Gedanke zu diesem Zeitpunkt noch fast 300 Kilometer vor sich zu haben, ist ernüchternd und gelegentlich erwischt man sich bei der Frage, ob das diesmal überhaupt erneut zu schaffen ist. Bei Maurach geht's mit fast 70 km/Stunde bergab ins Inntal und die Zweifel sind wieder verschwunden. Die Bundesstraße 171 zu befahren ist bei Gegenwind und viel Verkehr dieses Mal eher unangenehm, daher entschließen wir uns auf die Bergsträßchen südlich über dem Inntal auszuweichen. Am Patscherkofel vorbei kommen wir so erst in Matrei wieder auf die Brennerbundesstraße. Dort legen wir eine kurze Kaffeepause ein und füllen wieder mal frisches Wasser in die Trinkflaschen. Die Besitzerin des Cafes kommentiert unser Unternehmen mit: "Ihr seid's ja Wuide". Der immer noch frische Gegenwind macht die Fahrt bergauf beschwerlich. Kurz vor Mittag erreichen wir mit 1370m den "Höhepunkt" der Fahrt am Brennerpass, wo ein obligatorisches Gruppenfoto entsteht.

 

Brennerpass Gruppenfoto

 

Die Trinkflaschen sind inzwischen auch wieder leer.

Nach einer halben Stunde Pause geht's runter nach Sterzing - auf der schnellen Strecke vor Gossensaß können wir problemlos mit den Autos mithalten.

Ab Brixen ist der Radweg auch für Rennräder gut ausgebaut. Die beeindruckende Streckenführung verläuft teilweise durch alte Eisenbahntunnels und ermöglicht eine zügige Fahrt bis Bozen. Ab jetzt geht's weiter auf dem schönen Etschtalradweg. Für uns das schwierigste Stück der Strecke. Es weht auch bei gutem Wetter immer ein kräftiger Südwind, der das Vorwärtskommen auf den, meist erhöht liegenden, Radwegen erheblich hemmt. Außerdem melden sich inzwischen zunehmend diverse Körperteile mit Überlastungssymptomen: der Allerwerteste, die Hände, Rücken und Genick schmerzen mal mehr, mal weniger. An einem Kiosk an der Strecke werden die Kohlenhydratspeicher mit großen Portionen Pasta aufgefüllt und Cola hilft gegen den rebellierenden Magen. Ein kleines Bier lockert die Stimmung. Aus den Vorjahren wissen wir, dass nach Trento der Wind nachlässt und damit die Räder auf der letzten Etappe wieder besser laufen - jeder hat auf so einer langen Strecke seine individuellen Tiefpunkte, die dann aber einige Zeit später wieder überwunden sind. Das ist auch dieses Jahr wieder so. Auf den letzten Kilometern von Rovereto nach Torbole über den kleinen "Passo di San Giovanni" ereilt uns noch eine zweite Reifenpanne, die aber trotz Dunkelheit schnell behoben ist. Inzwischen haben wir die Beleuchtung wieder eingeschaltet und freuen uns schon auf den ersten Blick von Nago hinunter auf das nächtliche Torbole. 380 km und 2500 Höhemeter stehen auf dem Tacho als wir um 22:30 Uhr vor dem Hotel absteigen. Eine halbe Stunde später bei Pizza und einem Weissbier sind alle Strapazen bereits wieder vergessen - ein unheimlich gutes Gefühl.

Für 2016 ist nicht mehr nur geplant in einem Tag an den Gardasee zu radeln, sondern sogar noch ein kleines Stück weiter, bis an die Adria. Wir hoffen darauf, dass es uns im nächsten Jahr gelingt noch weitere Sponsoren für diese Aktion zu gewinnen und damit den Spendenbetrag für die Notleidenden in Nepal zu erhöhen. Die Zusage eines weiteren Sponsors haben wir bereits erhalten.

 

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Von Heinzelmännchen.
Mit Unterstützung von
Stefanie Hartmann
und

Michael Sigmund